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Arbeits-Rechtsschutz in der Wirtschaftskrise

und wie Sie von einer Rechtsschutz-Versicherung profitieren können.

Arbeits-Rechtsschutz in der Wirtschaftskrise

 

Die Zeiten, in denen ein/e Arbeitnehmer/in nach Beendigung der Ausbildung bis zum Eintritt ins Rentenalter seinen/ihren Beruf bei ein und demselben Arbeitgeber ausübte, sind seit langer Zeit vorbei. Der Lebenslauf vieler Menschen ist heute von Jobwechseln geprägt, in einigen Fällen wechseln Arbeitnehmer sogar den gesamten Tätigkeitsbereich, um sich neu zu orientieren.

 

Konflikpotential vorhanden

 

Durch diese Tatsache können im Bereich von Kündigungen, Arbeitspapieren oder Zeugnissen Konflikte entstehen. Sind Arbeitgeber und Arbeitnehmer hier nicht zu Kompromissen bereit, droht schnell eine gerichtliche Auseinandersetzung vor dem Arbeitsgericht. Selbst wenn der Arbeitnehmer sein Recht in der ersten Instanz durchsetzen kann, muss er die Kosten hierfür selbst tragen. Dies kann die Freude über den gewonnenen Prozess stark eintrüben, denn solch ein Prozess kann mehrere Tausend Euro kosten.

 

Auch gibt es in Deutschland sehr viele arbeitsrechtliche Vorschriften, kaum ein Arbeitnehmer kennt seine tatsächlichen Rechte. Wer jedoch anwaltlichen Rat oder Hilfe in Anspruch nehmen möchte, muss die Kosten hierfür ebenfalls selbst tragen.

 

Einsparungen bei den Unternehmen

 

Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise versuchen immer mehr Firmen, Einsparungen bei den Personalkosten zu erzielen und sprechen daher Kündigungen oder Änderungskündigungen aus, die unter Umständen rechtlich nicht zulässig sind. Wer jetzt einen guten Anwalt nutzen kann hat die Chance, die Kündigung rückgängig zu machen und so seinen Arbeitsplatz zu behalten.

 

Um sich im Fall eines Rechtsstreites nicht aus Kostengründen zurückziehen zu müssen, sollte jeder Arbeitnehmer eine Arbeits-Rechtsschutzversicherung, auch Berufs-Rechtsschutzversicherung genannt, abschließen. Diese Versicherung übernimmt im Versicherungsfall zum einen natürlich die Kosten für die Beratungsleistungen des Anwalts. In einigen Fällen können Betroffene sogar für die Erstberatung eine Hotline nutzen, die zum Teil über 24 Stunden am Tag geschaltet ist. Gleichzeitig werden aber auch Gerichtskosten und, wenn nötig, die Kosten für Zeugen übernommen. Viele Versicherungsgesellschaften bieten ihren Versicherten in Arbeitsstreitigkeiten zudem Fachanwälte an, die als Spezialisten auf ihrem Gebiet arbeiten. Durch diese Spezialisten kann entweder eine Einigung erzielt oder aber der Prozess gewonnen werden.

 

Neben dem Fall einer Kündigung kann die Berufs-Rechtsschutzversicherung meist auch dann in Anspruch genommen werden, wenn es um massives Mobbing oder aber sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz geht.

 

Berufs-Rechtsschutzversicherung

 

Beim Abschluss einer Berufs-Rechtsschutzversicherung, die oft mit einer Privat-Rechtsschutzversicherung kombiniert ist, sollte man auf die unterschiedlichen Preise und Leistungen der Versicherungsgesellschaften achten. Wichtig ist, dass die Deckungssumme der Versicherung möglichst hoch ist, um alle anfallenden Kosten tragen zu können. Weiterhin ist zu beachten, dass die mitunter ein Selbstbehalt vereinbar wurde, der pro Versicherungsfall selbst zu tragen ist, aber auch den individuellen Beitrag günstiger gestaltet.

 

Arbeitnehmer sollten zudem bedenken, dass die Berufs-Rechtschutzversicherung nicht sofort mit dem Abschluss des Vertrages leistet. In der Regel sind Wartefristen von drei Monaten ab Vertragsabschluss einzuhalten, bevor die Versicherung in Anspruch genommen werden kann. Wer also die Versicherung erst abschließt, wenn bereits ein Rechtsstreit droht, für den kann es unter Umständen zu spät sein!

 

 

Mai 2009

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