Falsche Medikamentierung

Bei Sägearbeiten zog sich Florian M. eine schwere Handverletzung zu, die sofort im Krankenhaus operativ versorgt wurde. Dabei wurden ihm Medikamente u.a. zur Blutgerinnung verabreicht, die dann aber wieder abgesetzt wurden. Danach erlitt Florian M. einen Schlaganfall und ist seit dem schwerst pflegebedürftig.

In der Folge machte Florian M. geltend, dass die falsche Medikamentierung nach der Operation den Schlaganfall ausgelöst habe. Er erhob Klage wegen Schadenersatzansprüchen und Schmerzensgeld in Höhe von 200.000 EUR.

Im Laufe des Verfahrens wurde ein Vergleich geschlossen, wonach die Gegenseite 40.000 EUR an Florian M. bezahlte. Entsprechend der Vergleichsregelung entfielen jedoch 4/5 der entstandenen Anwalts- und Gerichtskosten auf Florian M.
Die Kosten wurden von der Rechtsschutz-Versicherung im Rahmen ihrer Eintrittspflicht übernommen.